Musik- und Bewegungstherapie
Ich bin Musiktherapeutin mit einem Bachelor of Music Therapy (BMusT) der „ArtEZ hogeschool voor de kunsten“ in Enschede. Tanz ist meine Leidenschaft. Beide Medien sind gut geeignet, um innere Prozesse erfahrbar zu machen, Ausdruck zu finden und Menschen in ihrer Selbstwahrnehmung und Entwicklung zu unterstützen.
Musiktherapie ist eine therapeutische Hilfestellung und ein Zugang zu Menschen. Sie setzt die Musik und Klang bewusst ein, um Veränderung, Entwicklung und Stabilisation im Bereich der Emotionen, der Kognition, des Sozialverhaltens und des Körpers anzustoßen und zu unterstützen. Dies kann aktiv geschehen – durch eigenes Musizieren und Improvisation – oder rezeptiv, durch achtsames Hören, Klangerleben und innere Bilder.
In Verbindung mit der Bewegungstherapie kommen Ausdruck, Wahrnehmung und Erleben zusammen. Ich verstehe Bewegung dabei sowohl als künstlerischen als auch als körperlichen Zugang. Sie ermöglicht einen Dialog zwischen bewussten und unbewussten Ebenen. Die Bewegungsanalyse dient mir dabei als Orientierung: Sie hilft zu erkennen, was ein Mensch gerade braucht und wohin sich Entwicklung entfalten möchte.
Mein Ansatz
Ich habe einen Ansatz entwickelt, der Musiktherapie und körperorientierte Verfahren miteinander verbindet. Dabei fließen Elemente aus der Rhythmik und elementaren Musikpädagogik ebenso ein wie improvisatorische Zugänge nach Kenneth Bruscia, prozessorientiertes Arbeiten nach Henk Smeijsters und gestalttherapeutische Impulse nach Fritz Hegi.
Gleichzeitig bildet die Bewegungsarbeit eine zentrale Grundlage, unter anderem inspiriert durch die Bewegungsforschung von Rudolf von Laban/Irmgard Bartenieff, das Kestenberg Movement Profile sowie Body-Mind Centering.
Aus der Verbindung dieser Richtungen habe ich einen eigenständigen, integrativen Ansatz geformt, der Musik, Bewegung und Körperwahrnehmung auf besondere Weise zusammenführt. Er eröffnet einen Raum, in dem man therapeutische Prozesse nicht nur verstehen, sondern unmittelbar über den Körper, die Bewegung und den Klang erleben kann.
Ziele meiner Begleitung
Ziel meines Ansatzes ist es, mit Musik und Bewegung (das kann Tanz sein, muss aber nicht), Muster im eigenen Körper besser zu verstehen. Dazu zählen etwa Schutzreaktionen oder tief verankerte Erfahrungen, die sich beispielsweise nach belastenden Erlebnissen zeigen können. Auch körperliche Prozesse werden nachvollziehbarer, etwa das Zusammenspiel von Anspannung und Entspannung im Nervensystem oder die Rolle verschiedener Gehirnbereiche in der Bewegung und Wahrnehmung.
Gleichzeitig entsteht Raum, um versäumte Entwicklungsschritte auf körperlicher Ebene neu erfahrbar zu machen und weiterzuentwickeln. Dabei können wir individuelle Bewegungsgewohnheiten erkennen und nutzen, während wir gemeinsam neue Bewegungsqualitäten entdecken und integrieren. Dies stärkt die Selbst- und Körperwahrnehmung und unterstützt das Erleben von Selbstwirksamkeit und innerer Stabilität.
Mein Angebot
- die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper(empfinden) und den dazugehörigen neurobiologischen Prozessen
- den eigenen Körperausdruck, als die ureigene nonverbale Ausdruckskraft erkennen lernen
- die Beschäftigung mit den verschiedenen Bewegungsqualitäten und den eigenen Bewegungspräferenzen (auch in der Musik)
- eine kreativ-therapeutische Auseinandersetzung mit den eigenen Themen, Emotionen und Bedürfnissen



